Tag der Erinnerung und Mahnung

Tag der Erinnerung und Mahnung, der zweite Sonntag im September -
Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg!

Konferenz / Zeitzeug*innenveranstaltung / Ausstellungen 

Gedenken an die Opfer des Faschismus / Antifaschistischer Fahrradkorso

Programm zum Download | Workshops zum Download


deutschland 
wiedergutgemacht? 

Freitag, 8. September bis
Sonntag, 10. September 2017,

Technische Universität Berlin
 

Erinnerungskultur im Wandel
und vor neuen Herausforderungen



Antifaschistische Konferenz zum
72. Tag der Erinnerung und Mahnung

Technische Universität Berlin,

Mathematikgebäude, Straße des 17. Juni 136,
10623 Berlin –Charlottenburg,


U-Ernst Reuter-Platz, S-Tiergarten,
Bus M45, 245 und X9



Überlebende der Konzentrations-
lager und Zuchthäuser begründeten./media/ im Jahr 1945 die Tradition, im September der Opfer des Faschismus zu gedenken.
In den letzten Jahren haben sie ihr Vermächtnis in unsere Hände gelegt. Im Jahr 2017 begehen wir den Gedenk - und Aktionstag, wie seit vielen Jahren, am 2. Sonntag im September mit einer antifaschistischen Kundgebung.


Zuvor, am Freitag und Samstag, laden wir Mitstreiter*innen aus Gedenk- und Erinnerungsinitiativen, Schulen, Universitäten, Gedenkstätten und Interessenten ein. Wir möchten auf einer Konferenz und in Workshops über Erfahrungen, Herausforderungen und Gefährdungen der antifaschistischen Erinnerungskultur(en) im 21. Jahrhundert diskutieren.

Im Januar 2018 begeht die Berliner VVN-BdA ihr 70. Gründungsjubiläum. Durch das Ableben der Zeitzeug*innen - Generation vollzieht sich ein Wandel in der Erinnerung an das Naziregime, an Verfolgung und Widerstand, an den Holocaust, den von Deutschland ausgehenden Raub- und Vernichtungskrieg und die Gefahr einer damit einhergehenden Historisierung und Musealisierung.

Der anschwellende „Aufarbeitungsstolz“ und das Selbstlob wie auch die staatliche Gedenk- und Identitätspolitik zielen auf nationale Selbstvergewisserung. Zugleich mehren sich Angriffe von Rechtspopulisten und Neonazis auf Flüchtlinge und ihre Helfer*innen, aber auch auf Stolpersteine, Denkmäler, Gedenkstätten und die gegen viele Widerstände errungene Erinnerungskultur.

Gerade der mit dem Holocaust und zahlreiche, längst noch nicht „aufgearbeitete“ NS - Menschheits-verbrechen begangene Zivilisationsbruch fordert dazu heraus, das Erinnern an die NS-Vergangenheit immer wieder aufs Neue zu einer Quelle gesellschaftlicher „Selbstbeunruhigung“ zu machen.

Damit kann sie zum Ausgangspunkt einer kritischen Reflexion der Gegenwart werden. Geschichts - bewusstsein benötigt das Wissen um das Geschehene und den vergleichenden Blick auf das heute: Was ist da ähnlich?


Die Berliner  Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschist*innen, ist als unabhängige und überparteiliche Institution dem Andenken an die Verfolgten des Faschismus und den Widerstandskämpfer*innen verpflichtet.

Ihr Schwur ist uns Mahnung:
Nie wieder Faschismus und Krieg!

Berliner VVN-BdA, März 2017









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